Einstellungen

Sonntag, 29. April 2007

Einstellungen

 

Mit Ihrer Camcordereinstellung am Zoomring bestimmen Sie, wie groß ein Mensch oder ein Gegenstand im Bild zu sehen sind. So vermitteln Sie dem Zuschauer einen Eindruck von der Entfernung des Objekts vom Camcorderobjektiv. Wenn der Zuschauer ein Gesicht sehr nahe sieht, ist er dem Menschen im Leben sehr nah, wenn der Zuschauer Menschen nur als kleine Figuren weit hinten in der Landschaft sieht, weiß der Zuschauer, dass die Figuren sich weit entfernt am Horizont bewegen. Zwischen der extremen Nähe und der extremen Entfernung hat sich in der über hundert Jährige Geschichte des Films eine achtstufige Skala von Einstellungsgrößen eingebürgert, an der sich auch der Filmamateur halten sollte.

Die Weit- Einstellung

In der Weitwinkeleinstellung kommt es nicht auf Einzelheiten an.

Landschaften, Skylines, Sonnenuntergänge und andere Motive werden ,, Weit‘‘ gezeigt. Die Weiteinstellung wird Häufig am Beginn oder am Abschluss einer Handlungssequenz gezeigt. Diese Weiteinstellung soll Atmosphäre vermitteln. Der Westernfilm zeigt viele anschauliche Beispiele in der Weiteinstellung. Zum Beispiel eine Steppenlandschaft, an der am Horizont die Staubwolke eines galoppierenden Pferdes zu sehen ist. Oder der Held am Ende der Geschichte reitet er fort in eine weite Landschaft. Diese symbolische Darstellung wird häufig musikalisch verstärkt.

Die Totale

Die Einstellung in der Totale gibt dem Zuschauer einen Überblick über das Geschehen und sorgt für Orientierung. Zeigen Sie z. B. erst eine Totale auf ein Fahrendes Auto und dann auf den Fahrer im Auto.

Oder z. B. erst eine Totale auf ein Haus und dann die handelnde Person im Raum. So erfährt der Zuschauer, in welchem Auto oder Haus sich die handelnde Person aufhält.

Am Ende einer Filmszene ist auch der Weg vom Detail in die Totale möglich. So wird der Zuschauer wieder vom Motiv weggeführt. Dabei lässt sich der Handlungszusammenhang besser thematisieren, z. B. als Vorbereitung für einen Orts und Zeitsprung

Lassen Sie sich Zeit für eine Aufnahme in der Totale. Denn eine Totale enthält mehr Inhalte und sollte deshalb auch länger gezeigt werden als kurze Szenen.

Die Halbtotale

In der Einstellung der Halbtotale ist die Distanz zum Zuschauer immer noch sehr groß. Der Zuschauer sieht jetzt den Mensch von Kopf bis zu den Füßen, kann die Handlungen insgesamt verfolge; die Körpersprache ist jetzt gut zu sehen, die Mimik ist noch nicht gut erkennbar.

Halbnah/amerikanisch

Die Einstellung von Halbnah oder auch Amerikanisch Unterscheiden sich kaum von einander. In der Halnah- Einstellung sieht der Zuschauer den Mensch von den Knien an; die Beziehung von Figuren zueinander sind ebenso gut beobachtbar wie die kommunikative Situation. Bei der amerikanische. Einstellung sehen Sie ein Revolverheld beim Ziehen eines Revolvers zu. Die Einstellung ist aus der Revolverhöhe.

Die Nah- Einstellung

Die Nah- Einstellung entspricht dem Brustbild einer Person. Im Fernseh ist ,,Nah‘‘ die Einstellungsgröße der Nachrichtensprecher oder er Showmoderatoren. Im Film wird häufig in dieser Einstellung gewechselt, um die Aufmerksamkeit auf die Mimik der Personen zu lenken.

Groß/Detail

In der Groß- Einstellung ist der Kopf eines Menschen bis zum Hals oder zum Schulteransatz zu Sehen- die Wahrnehmung des Zuschauers wird vollkommen auf die Mimik der Person konzentriert.

In die Detail- Einstellung ist nur ein kleiner Ausschnitt einer Person, von einem Haus oder eines Gegenstandes zu sehen, diese erscheint riesig vergrößert, extreme Nähe des Betrachter wird suggeriert.

Machen Sie viele Groß- und Detailaufnahmen von allen möglichen Dingen Ihrer Umwelt. Das Fernseh mag Großaufnahmen, das Medium ist dafür geschaffen. Auch Effekte lassen sich bei Detail und Großaufnahmen besser einsetzen.

Attitudes

With your camcorder attitude at the zoom lens ring you decide how tall a man or an object can be seen in the picture. So you convey an impression of the distance of the object of the camcorder objective to the spectator. If the spectator sees a face very near, he is the spectator knows man in the life very near, if the spectator sees people far behind only as little figures in the landscape, that the figures move far away at the horizon. A paying attention stepped scale of attitude sizes to which the film amateur also should hold on has become naturalized in this one about one hundred-year history of the film between the extreme proximity and the extreme distance.

The far attitude

In the far angle attitude it doesn't depend on details.

Landscapes, skylines, sundowns and other motives become far ,, " pointed. The far attitude is frequently shown to an action sequence at the beginning or at the degree. This far attitude shall arrange atmosphere. The western film shows many graphic examples in the far attitude. For example a steppe landscape is, to see the cloud of dust of a galloping horse at which at the horizon. He rides on hero at the end of the history or this one away to a wide landscape. This symbolic representation is frequently musically strengthened.

The total one

In this one total the attitude gives the spectator a summary of the event and provides for for orientation. Show a total one e.g. on an itinerant car and then on the driver in the car first.

Or e.g. only a person trading total on a house and then these in the room. So the spectator learns in which car or house the acting person stays.

The way of detail to the total one is also possible at the end of a scene of a movie. So the spectator is led away by the motive again. The action connection can be picked out as a central theme better, e.g. as a preparation for one place and time jump

You take one's time the total for a photo in. Because a total one contains more contents and therefore also should be shown longer than short scenes.

The half total one

The distance is still very big in the attitude in the half total one to the spectator. The spectator sees man from head up to the feet, can do the actions, altogether pursues now; the body language is good to see now, the facial expression isn't recognizable yet well.

Half near/American

The attitude is hardly different from each other half near or also American of. In the Halnah attitude the spectator looks at man of the knees; are just as well observably the relation of figures to each other like the communicative situation. At the American. You see attitude a gunslinger when pulling a revolver tight. The attitude is from the revolver height.

The approaching attitude

The approaching attitude corresponds to the half-length portrait of a person. In this the attitude height of the message speakers or he watches TV show presenter is close to ,, ". In the film you frequently change in this attitude to steer the attention on the facial expression of the persons.

Great/detail

The head of a man is up to the neck or for the shoulder approach to looked in the great attitude the perception of the spectator is concentrated on the facial expression of the person completely.

In the detail attitude extreme proximity only a small part of a person is, of a house or an object to see, this seems enormously extended, the observer is suggested.

Make many to big and detail photos of all possible things of your environment. This watches TV likes close-ups, the medium is created for this. Also effects can be used better at detail and close-ups.

 

Mein Verein, der Foto-Film-und Videoclub-Stein bei Nürnberg

  www.sfc-stein.de

 

 


Kameraführung

Mittwoch, 28. Februar 2007

Kameraführung

Halten Sie Ihre Videokamera beim Filmen immer ruhig! Bei Teleaufnahmen ab ca. 30 mm Brennweite sollten Sie ein Schulterstativ, ein Einbeinstativ oder ein leichtes Dreibeinstativ, verwenden, Stativaufnahmen sind ruhig ohne störendes Verwackeln.

Achten Sie darauf das Sie nicht immer aus der selben Perspektive Filmen.

Wechseln Sie ab und zu Ihren Kamerastandpunkt. Filmen Sie nicht immer aufrecht stehend. Filmen Sie auch mal kniend, liegend in der Froschperspektive oder von einem erhöhten Standpunkt aus der Vogelperspektive. Bei Aufnahmen von Kinder und Tiere sollten Sie in Augenhöhe der Kinder oder Tiere filmen. Bei Fassaden und Bauwerke sollten Sie von schräg unten nach oben Ihr Motiv Filmen und so weiter.

Machen Sie viele Großaufnahmen, unser TV ist verliebt in Großaufnahmen. Im TV kommen Großaufnahmen erst so richtig zur Geltung. Mache Sie Großaufnahmen von Gesichter, Hände, Blumen, Früchte, Plakate, Straßenschilder, Speisekarten, Architektur usw. Bewegen Sie sich mit der Kamera auf Ihr Objekt zu, statt es mit dem Teleobjektiv heranzuholen. Machen Sie zuerst eine Totale oder Halbtotale, dann halbnah bis nah, danach sollten viele Großaufnahmen folgen. Ihre Aufnahmen sollten aus ,,Schuss und Gegenschuss‘‘ bestehen. Zum Beispiel auf dem Parkplatz von außen, mache Sie erst den ,, Schuss‘‘ (das Auto fährt vor) dann von innen den ,,Gegenschuss‘‘ (beim Fahrer). Zum Beispiel in Ihren Urlaubsort. Ihre Frau steh außen vor der Museumstür (,, Schuss‘‘), dann von innen, wie Ihre Frau durch die Tür kommt und die Tür schließt (,,Gegenschuss‘‘). Überlegen Sie sich filmische Übergänge für Zeit und Ortswechsel. Schaffen Sie Übergänge von einem Drehort zum anderen und verwende Sie Großaufnahmen um Zeitsprünge zu überbrücken. Machen Sie eine Großaufnahme, zoomen Sie nach 8 bis 7 Sekunden in die Halbtotale oder Totale dann lassen Sie die Einstellung 7-8 Sekunden stehen.

Schneiden Sie keine Kamerabewegungen aneinander. Kamerafahrten, Zooms und Schwenks sollten immer durch eine stehende Aufnahme voneinander getrennt werden. Arbeiten Sie bei Großaufnahmen von Gesichtern während Dialogen immer aus verschiedenen Kamerawinkel.

Filmen Sie aufeinanderfolgende Einstellungen immer aus unterschiedlichen Kamerapositionen. Der Kamerawinkel sollte um die 45 Grad variieren. Bei Architekturaufnahmen sollten Sie häufig die Perspektive wechseln. Legen Sie die Schnitte in die Bewegung der Darsteller. Der Zuschauer wird durch die laufende Bewegung abgelenkt und bemerkt den Schnitt kaum.

Vermeiden Sie Bildsprünge und verwenden Sie harmonische Schnitte. Je weniger Bewegung in den Einstellungen ist, um so kürzer sollte die Länge der Szene sein. Bei Einstellungen mit viel Bewegung können die Szenen länger sein.

 

 


Einführung in die Filmgestaltung

Mittwoch, 14. Februar 2007

Filmgestaltung

Auf dieser Seite möchte ich den Videoanfänger Tipps zur Filmgestaltung anbieten. Ich möchte Ihnen die wichtigsten filmischen Grundkenntnisse für gelungene ,, Drehs‘‘ vermitteln. Dies sind nur Vorschläge und Tipps, kein Naturgesetz in der Filmkunst schreibt Ihnen vor, wie ein Film gedreht werden muss. Das experimentieren beim Film, macht das Filmen erst interessant. Ohne Experimente wäre die Filmkunst, nicht da wo der Film heute ist.

Idee

Am Anfang eines ,,Drehs‘‘ steht die Idee. Es können Stimmungen sein, irgendeine Beschreibung, eine konkrete Aussage, ein Thema oder ein Anliegen. Entweder man findet eine Idee selber oder man lässt sich eine Idee geben- von Freunden, einer besonderen Situation, einer Firma oder einem Sponsor.

Über zwei Fragen sollten Sie sich möglichst vorab im Klaren sein:

1.Wer wird den Film später sehen?

2. Wovon soll der Film handeln?

Exposé und Drehbuch

Bevor der Kameramann mit dem Drehen eines Films beginnt, sollte alles in einem Drehbuch schriftlich als Leitfaden festgehalten werden, mit dessen Hilfe die Filmidee verwirklicht wird. Das Drehbuch kann je nach Thema und Ernst, der hinter der Sache steht, eher formlos zusammengestellt oder sehr genau geschrieben werden. Der Amateurfilmer bevorzugen in den meisten Fällen das spontane Filmen ohne ein Drehbuch. Ihre Filme entfalten ihre Wirkung durch die Ursprünglichkeit der Bilder und der Glaubwürdigkeit des Geschehens.

Nicht jeder Film braucht unbedingt ein ausgearbeitetes Drehbuch. Für viele Amateurfilme wäre das auch zu aufwendig. Aber es kann nichts schaden, wenn Sie sich auch bei kleineren spontanen Drehs überlegen, wie der Schluss im Film aussehen soll. Zu diesem Zweck kann eine kleine schriftliche Skizzierung der geplanten Szenen und Einstellungen eine große Hilfe sein. So eine Exposé lässt sich auch zu einem ausgefeilten Drehbuch weiterentwickeln. Gute Drehbücher sind gefragt, und auch das beste ausführlichste Drehbuch beginnt mit der ersten grobe Skizze!

 

Filmische Mittel

Sie  haben eine Filmidee und eine Handlungsskizze (Exposé) dann können Sie ja loslegen und Ihre Fantasie in die Filmsprache umsetzen. Das heißt, Sie müssen sich überlegen, mit welchen filmischen Mitteln Sie Ihren Film Erstellen wollen. Die wichtigsten filmischen Mittel sind:

Handlungsführung

Kameraführung

Einstellungen

Szenen und Schnitte

Ton

Titel

Beleuchtung

Aus einer Handlungsskizze und der Umsetzung in die Filmsprache entsteht dann- falls es erforderlich ist- ein detailliertes Drehbuch zu Ihren Film.

 

Handlungsführung

Als Filmer ist es wichtig das Sie stets das Interesse des Zuschauers im Auge behalten. Dass Sie es erst wecken, dann behutsam lenken und bis zum Ende Ihres Film wachhalten sollten! Am Anfang sollten Sie Ihre Zuschauer mit einem spektakulären Einstieg gewinnen. Danach versuchen Sie bitte Ihre Zuschauer mit einer logischen Handlung und schlüssigen Darstellungsweise bei der Stange zu halten. Aber nicht nur der komplette Film sollte einen Handlungsbogen mit Anfang und Ende bilden. Auch die vielen kleinen und kleinste Sequenzen innerhalb eines Films bilden geschlossene Handlungsbögen oder auch sogenannte Sinnabschnitte. Am besten ist es, wenn Sie immer komplette Handlungen mit Anfang und Ende aufnehmen! Zeigen Sie z.B. nicht nur den Flughafen, von dem Sie in Ihrem Urlaub fliegen wollen, sondern auch das einchecken am Schalter im Flughafengebäude, die Anzeigetafel mit den verschiedenen Flugzielen und Zeiten. Filmen Sie den Einstieg in den Urlaubsflieger in den verschiedensten Einstellungen, den Abflug des Urlaubsfliegers, und die Ankunft am Flughafen im Urlaubsland. Nur komplette Handlungsbögen erleichtert das Verständnis.

Eine unübersichtliche Handlungsführung entsteht durch

- unlogische oder zeitlich falsche Aneinanderreihung von Szenen: Sonniges Wetter passt nicht zu Zuschauern, die Regenschirme aufgespannt haben.

- Zu kurze Einblendungen, Faustregel: Szenen unter 3 Sekunden sind zu kurz.

- Unterschiedliche Motive in aufeinander folgenden Szenen

- Bildsprünge aufgrund von ähnlichen Einstellungen, die direkt hintereinander geschnitten werden: die gleiche Person befindet sich einmal in der rechten und einmal in der linken Bildhälfte, so was nennt man in der Filmsprache ,, Achsensprung‘‘, wird einmal mit und dann ohne Brille gezeigt usw.

- Zu viele unterschiedliche Schwenks. Schwenks sollten generell nicht hintereinander gezeigt werden, außer Sie haben die gleiche Richtung und Tempo.

 

Mein Verein, der Foto-Film-und Videoclub-Stein bei Nürnberg.

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